Radiowellentherapie



Das Prinzip Radiowellentherapie besteht in einer Erhitzung der kranken Vene von innen auf bis zu 85°, was ein "shrinking", also ein vollständiges Zusammenschrumpfen der Vene bewirken soll, damit diese kein Blut mehr fußwärts führen kann. Eine klinisch bedeutsame, schwere Erkrankung der Venen mit stark geschlängeltem Verlauf der innenliegenden Stammvene kann mit dieser Methode nicht behandelt werden.

 

Nicht immer gelingt der vollständige Verschluss der Vene. Oft bildet sich eine Thrombose, die zum Glück meistens klinisch unauffällig bleibt. In bis zu 10 % der Fälle ist nach einem Jahr die Vene wieder eröffnet und es muss ein erneuter Behandlungsversuch unternommen werden. Meistens gelingt das nicht mehr mit der gleichen Technik. Es muss dann auf eine Schaumverödung zurückgegriffen werden. Damit werden neue, andere Risiken eingegangen. Bei vielen Menschen, man spricht von bis zu 30 %, ist ein kleines oder größeres offenes Foramen ovale am Herzen vorhanden. Es macht im normalen Alltag keine Probleme. Es stellt jedoch einen direkten Weg vom venösen Kreislaufsystem in das arterielle Kreislaufsystem dar. Das chemische Mittel für die Schaumverödung kann über diesen Weg direkt ins Gehirn gelangen. Das ist der Grund, warum es bei Verödungen mit stärkeren Konzentrationen und größeren Mengen (wie zum Beispiel bei der Verödung einer großen Stammvene) immer wieder einmal zu neurologischen Ausfallsymptomen kommt. Das ist verbunden mit Kopfschmerzen, Vergesslichkeit aber auch Seh- und Hörstörungen, Gefühlsverlust und Lähmungen. Zum Glück sind diese Erscheinungen meistens nur vorübergehend.


Infolge der großen Hitze, die natürlich nicht nur innerhalb der Vene wirksam wird, kommt es in der Umgebung zu Begleitverletzungen, die insbesondere dann von langfristiger Bedeutung sind, wenn sie Lymphbahnen betreffen. Kritiker der Methode befürchten, dass nach Ablauf von 10-20 Jahren nach Einführung der endovasalen, mit Hitze arbeitenden Techniken zur Behandlung von Venenerkrankungen, Lymphöde zunehmen werden. Das würde auch für die 
Lasertherapie gelten, bei welcher an der Faserspitze während der Therapie bis zu 1000° entstehen. Über platzende Dampfblasen (hörbar auch für den gerade behandelten Patienten) wird die Hitze an die Venenwand und über diese in die Umgebung geleitet.


Häufig wird eine Vollnarkose oder rückenmarksnahe Anästhesie angewandt und nicht immer wird eine kühlende Tumeszenz Lokalanästhesie eingebracht. Falls doch, ist die Flüssigkeit nicht immer genau dort, wo es sehr heiß wird.

Von der verletzten, geschrumpften Vene wird erwartet, dass sie sich innerhalb von zwei Jahren zu einer bindegewebigen Faser zurück entwickelt. Das heißt, der Patient ist mit dieser Behandlung nicht definitiv
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( → verwiesen von KrampfaderbehandlungLaserverödungexperimentelle Venenoperationsverfahren)